Einfach leckere Rosmarinkartoffeln vom Blech
Frischen Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen kann keiner widerstehen, sie sind die perfekte Beilage zu zahlreichen Gerichten.
Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen kann keiner widerstehen, sie sind die perfekte Beilage zu zahlreichen Gerichten.
„Rosmarin und Kartoffeln harmonieren ganz wunderbar. Unsere knusprigen Rosmarinkartoffeln vom Blech sind schnell gemacht und unglaublich lecker. Besonders in Italien und rund um das Mittelmeer sind die kleinen Bratkartoffeln eine beliebte Beilage. Sie passen zu Fleisch- und Grillgerichten, machen sich aber auch sehr gut in Salaten.“
Für unsere Rosmarinkartoffeln verwenden wir Drillinge, dabei handelt es sich um vorsortierte, kleine Kartoffeln mit einem Durchmesser von zwei bis maximal vier Zentimetern. Bei kleinen Kartoffeln ist die Schale noch sehr dünn und kann bedenkenlos mitgegessen werden, was sehr praktisch ist, da die Kartoffeln nicht erst vorher noch geschält werden müssen. Außerdem werden die Rosmarinkartoffeln vom Blech mit Schale auch knuspriger als ohne und sehen noch dazu besser aus.
Drillinge sind keine Kartoffelsorte, sondern eine Sortierung nach Größe, deshalb variiert bei den kleinen Kartoffeln die Sorte je nach Saison.
Aufgrund ihrer Beliebtheit werden die kleinen Kartoffeln mittlerweile in den meisten Supermärkten und beim Gemüsehändler ganzjährig angeboten. In der Regel sind Drillinge festkochend, da sie meistens am Stück für Bratkartoffeln und ähnliche Gerichte zum Einsatz kommen.
Je nach Saison variiert die Sorte, sehr häufig kommen die Kartoffeln auch aus dem Bio-Anbau, was sie noch attraktiver macht. Auf jeden Fall solltet Ihr darauf achten, dass sie wirklich festkochend sind, damit sie beim Backen im Ofen ihre Form behalten und schön knusprig werden.
Wer Kartoffeln lieber ohne Schale isst kann sie auch schälen und würfeln. Am Rezept selbst ändert sich dadurch nichts, eventuell brauchen die geschälten Kartoffeln im Ofen nicht ganz so lange.
Für den Rosmarin nehmen wir Frischen, Ihr braucht etwa 4 bis 6 Zweige. Im Sommer bekommt Ihr frischen Rosmarin im Topf, entweder im Supermarkt oder in den Gärtnereien. Zur Not gibt es getrockneten Rosmarin auch im Glas, einzelne Zweige lassen sich auch sehr gut einfrieren. Am besten haltet Ihr euch Euren eigenen auf dem Balkon, im Garten oder auf dem Fensterbrett, dann habt Ihr für Eure Rosmarinkartoffeln vom Blech immer schön Frischen zur Hand.
Rosmarin (Salvia Rosmarinus)
Rosmarin sieht zwar aus wie ein kleiner Nadelbaum, der immergrüne Strauch stammt aber aus der Familie der Lippenblütler und ist verwandt mit dem Salbei. Wie dieser kommt Rosmarin ursprünglich aus der Mittelmeerregion, wo er bereits seit der Antike sowohl in der Medizin wie auch in der Küche Verwendung findet. Zusammen mit Oregano und Thymian ist Rosmarin unverzichtbar für mediterrane Gerichte. Rosmarin mit seinem herb aromatischen Geschmack passt sehr gut zu Fleisch- und Fischgerichten, aber auch zu Ofengemüse und vor allem zu Kartoffeln wie den beliebten Rosmarinkartoffeln vom Blech.
Rosmarin kann sehr gut selbst angebaut werden, am besten in einem großen Topf. Man kann ihn aber auch im Garten in der Nähe des Hauses anpflanzen. Er bevorzugt einen sonnigen Standort und einen nährstoffarmen, durchlässigen Boden. Staunässe mag er nicht. Rund um das Mittelmeer wächst er in großen Sträuchern, die bis zu zwei Meter groß werden können, meist in direkter Nähe zum Meer auf steinigen Böden. Rosmarin ist bedingt winterhart bis etwa minus fünf Grad, wer auf Nummer sicher gehen will stellt den Topf aber im Winter am besten ins Haus.
Als erstes heizen wir den Backofen schon mal vor, auf 200 Grad Celsius mit Umfluftfunktion. Das Backblech nehmen wir aus dem Herd und belegen es mit einem Blatt Backpapier, damit nichts anbrennt.
Im Anschluss widmen wir uns den Kartoffeln, wir waschen sie unter kaltem Wasser gründlich und schrubben sie dabei mit der Gemüsebürste ein wenig ab. Danach halbieren wir die Knollen, die ganz kleinen lassen wir am Stück und geben alle in eine große Schüssel. Sehr praktisch ist eine Schüssel mit Deckel, da wir die Kartoffeln zum Mischen mit dem Öl und den Kräutern dann einfach durchschütteln können. Einen Link zu einem Schüssel-Set mit passenden Deckeln findet Ihr unten bei den Küchenutensilien.
Rosmarin sollte immer in ganzen Zweigen geerntet werden, dazu schneidet man die Zweige einfach mit der Küchenschere unten ab. Die Zweige können anschließend entweder im Ganzen verwendet werden, oder man nimmt nur die Nadeln.
Die einzelnen Rosmarin Zweige waschen wir ebenfalls kurz ab und schütteln sie trocken. Dann streifen wir von der Hälfte der Zweige die Nadeln ab und geben sie zu den Kartoffeln in die Schüssel. Als nächstes halbieren wir eine Knoblauchknolle. Dazu schneiden wir die Knolle einfach der Breite nach mit einem großen und scharfen Küchenmesser durch und geben beide Hälften anschließend ebenfalls in die Schüssel.
Die Hälften geben wir später im Ganzen auf das Backblech, im Ofen gibt der Knoblauch sein Aroma dann an die Kartoffeln ab und wird gleichzeitig schön weich und cremig. Wenn die Kartoffeln fertig sind könnt Ihr den Knoblauch einfach ausdrücken und für schnelle Knoblauchbaguette auf die Baguette Scheiben streichen. Wer keinen Knoblauch mag kann ihn einfach weglassen oder Ihr nehmt nur ein paar einzelne Zehen, diese dann vorher einfach mit dem Küchenmesser andrücken, die Schale kann dranbleiben.
Die Geschichte der Kartoffel
Die mittlerweile auch hierzulande so beliebte kleine Knolle blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich stammt die Kartoffel aus Südamerika wo sie in den Anden von den Inkas bereits vor über 8.000 Jahren kultiviert und systematisch angebaut wurde. Erst im Zuge der Entdeckung Amerikas gelangte die Kartoffelpflanze Anfang des sechzehnten Jahrhunderts schließlich auch nach Europa, eingeführt vermutlich durch spanische Eroberer. Da die über der Erde wachsenden grünen Teile der Pflanze giftig sind und wirklich nur die Knolle essbar ist wurde sie in Europa anfangs lediglich als exotische Zierpflanze genutzt. Aufgrund der Tatsache, dass sie unter der Erde wächst erhielt die Kartoffel in diesen Anfangsjahren sogar den wenig rühmlichen Namen der „Teufelsknolle“.
Erst Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, während sich häufender Hungersnöte wurde das Potential der Kartoffel als Lebensmittel auch in Europa erkannt. Friedrich der Große verpflichtete die Bauern in Preußen sogar mittels seines „Kartoffelbefehls“ von 1756 zum großflächigen Anbau. Im Zeitalter der Industrialisierung trug die Kartoffel schließlich maßgeblich dazu bei den Hunger in den westlichen Industrienationen zu bekämpfen. Heutzutage zählt die Kartoffel bei uns zu den Grundnahrungsmitteln und ist in zahlreichen, verschiedenen Sorten ganzjährig erhältlich. Dennoch stammen all diese Sorten immer noch von der ursprünglich von den Inkas in den Anden kultivierten Pflanze ab.
Im Mörser zerstoßen wir dann noch einen halben Teelöffel schwarze Pfefferkörner und geben sie danach zusammen mit etwa einem halben Esslöffel Fleur de Sel Meersalz zu den Kartoffeln. Meersalzflocken haben eine ganz eigene Textur und sind knusprig, sie zergehen auf der Zunge und erzeugen ein besonderes Aroma.
Die luftigen, leicht feuchten Flocken harmonieren ideal mit unseren krossen Rosmarinkartoffeln vom Blech. Beim Salz solltet Ihr auch nicht sparen, damit die Kartoffeln einen guten Geschmack bekommen und ausreichend salzig sind. Den Pfeffer zerstoßen wir anstatt ihn zu Mahlen, so intensivieren wir zusätzlich den Geschmack, außerdem passen die Haptik und Struktur so perfekt zu den Meersalzflocken.
Fleur de Sel heißt übersetzt „Salzblume“, dabei handelt es sich um traditionell gewonnenes Meersalz aus den Salzgärten am Atlantik, im Westen von Frankreich. Fleur de Sel ähnlich und ebenfalls von ausgezeichneter Qualität ist isländisches Meersalz.
Anschließend kommen noch ungefähr sechs Esslöffel Olivenöl dazu. Wir nehmen Olivenöl da es geschmacklich am besten passt, Ihr könnt alternativ aber auch ein anderes Pflanzenöl verwenden. Dann kommt der Deckel auf die Schüssel und alles wird vorsichtig durchgeschüttelt, so lange bis die Kartoffeln schön gleichmäßig, von allen Seiten mit Öl und Gewürzen bedeckt sind.
Im Anschluss verteilen wir die Kartoffeln auf dem Backblech. Wichtig ist dabei, dass Ihr etwas Abstand zwischen den einzelnen Kartoffeln lasst, damit sie richtig knusprig werden und nicht zusammenkleben. Die beiden Knoblauchhälften platzieren wir ebenfalls zwischen den Kartoffeln, mit der Schnittfläche nach oben.
Die Kartoffeln am besten gemischt auf das Backblech setzen, mal mit der Schnittfläche nach oben und mal mit der Schale nach oben. Nach ungefähr der Hälfte der Backzeit könnt Ihr die Kartoffeln dann mal umdrehen, damit sie von allen Seiten schön kross werden.
Die benötigte Zeit im Ofen hängt von der Größe der Kartoffeln und Eurem Herd ab, bei Bedarf einfach etwas länger im Ofen lassen. Die Rosmarinkartoffeln sollen von allen Seiten schön kross und knusprig werden, aber nicht anbrennen.
Dann schieben wir das Backblech auf die zweite Schiene von unten und lassen unsere Rosmarinkartoffeln für dreißig Minuten lang backen. Danach nehmen wir das Blech noch mal aus dem Ofen, drehen die Kartoffeln um und geben die restlichen Rosmarinzweige darüber. Im Anschluss lassen wir die Rosmarinkartoffeln weitere fünfzehn bis zwanzig Minuten braten. Zusätzlich zur Umluft schalten wir jetzt noch den Obergrill mit dazu an.
Wenn die Rosmarinkartoffeln vom Blech fertig sind, nehmen wir das Backblech aus dem Ofen und lassen sie kurz abkühlen. Falls nötig könnt Ihr die Kartoffeln vor dem Servieren noch mit etwas Meersalz nachwürzen.
Unsere knusprigen Rosmarinkartoffeln schmecken köstlich als Snack zwischendurch, vor allem mit dem richtigen Dip. Sie sind aber auch die perfekte Beilage zu Fleisch- und Grillgerichten, wie zum Beispiel unseren fantastischen Steakstreifen mit Pfeffersauce und grünem Spargel. 😋
Serviertipp
Die Rosmarinkartoffeln vom Blech lassen sich auch kreativ in Salaten einsetzen. Unbedingt probieren müsst Ihr unseren Nizza Salat Deluxe mit gegrilltem Spargel und Rosmarinkartoffeln.
Falls Ihr Fragen zum Rezept habt, oder Euren Eindruck mitteilen möchtet könnt Ihr das gerne über die Kommentarfunktion unten. Das Rezept bewerten könnt Ihr indem Ihr einfach auf die Sterne klickt. Wenn Ihr das Rezept ausprobiert habt und uns zeigen wollt, dann markiert uns bei instagram mit @xtrafoodienary. Wir freuen uns auf Eure Kreationen!

Einfach leckere Rosmarinkartoffeln vom Blech
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Zutaten
- 500 g kleine Kartoffeln (Drillinge) festkochend
- 6 Zweige Rosmarin
- 1 Knoblauchknolle
- 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
- 1/2 EL Meersalz Fleur de Sel
- 6 EL Olivenöl
Kochutensilien
Nährwerte pro Portion
Zubereitung
- Den Backofen vorheizen auf 200° C, mit Umluftfunktion, das Backblech mit Backpapier auslegen.
- Die Kartoffeln unter kaltem Wasser gründlich waschen und mit der Gemüsebürste abschrubben.
- Anschließend die Kartoffeln mit dem Kochmesser halbieren. Die Schale kann dranbleiben. Ganz kleine Kartoffeln könnt Ihr am Stück lassen.
- Die geschnittenen Kartoffeln in eine große Schüssel mit Deckel geben.
- Die Rosmarin Zweige mit der Küchenschere abschneiden und dann unter kaltem Wasser kurz abwaschen. Von drei Zweigen die Nadeln mit den Fingern abstreifen und zu den Kartoffeln geben.
- Die Knoblauchknolle mit einem scharfen Messer der Breite nach halbieren und ebenfalls in die Schüssel geben.
- Die schwarzen Pfefferkörner im Mörser zerstoßen und danach über die Kartoffeln streuen. Im Anschluss noch einen halben Esslöffel Meersalz dazugeben.
- Etwa 6 Esslöffel Olivenöl über die Kartoffeln gießen, dann den Deckel auf die Schüssel und alles behutsam durchschütteln, bis die Kartoffeln gleichmäßig mit Öl und Gewürzen bedeckt sind.
- Im Anschluss die Kartoffeln auf dem Backblech mit etwas Abstand zueinander verteilen. Den Knoblauch ebenfalls, mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech zwischen die Kartoffeln geben.
- Das Backblech in den Ofen auf die mittlere Schiene schieben und die Kartoffeln für dreißig Minuten lang backen lassen.
- Nach einer halben Stunde die Kartoffeln umdrehen und die restlichen Rosmarinzweige auf dem Blech verteilen. Danach den Obergrill zur Umluft dazu schalten und alles für weitere fünfzehn bis zwanzig Minuten braten lassen, bis die Kartoffeln schön knusprig sind.
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Kommentare
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Unglaublich lecker! Kann ich gar nicht genug davon kriegen! 😃
Mir geht’s genauso! 😋 😄
Traumhaft !!
Dankeschön. Das freut mich! 😊