Knackiger Beilagensalat mit Honig-Senf-Dressing
Ein Beilagensalat muss nicht langweilig sein. Mit dem richtigen Dressing kommt der kleine Salat ganz groß raus.
Ein Beilagensalat muss nicht langweilig sein. Mit dem richtigen Dressing kommt der kleine Salat ganz groß raus.
„Beilagensalate werden neben dem Hauptgericht oft ein wenig vernachlässigt, dabei lässt sich der kleine Salat mit den richtigen Zutaten und einem guten Dressing ganz leicht aufwerten.“
Für unseren Beilagensalat verwenden wir verschiedene, farbenfrohe Pflücksalate, knackige Cocktailtomaten und kleine Snackgurken. Dazu machen wir uns ein unwiderstehliches Honig-Senf-Dressing, damit wird der Salat zum heimlichen Hauptdarsteller auf Eurem Esstisch.
Besonders im Frühjahr und am Anfang des Sommers haben viele Supermärkte gemischte Pflücksalate in ihrem Angebot. Die kleinen Salatblätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch richtig praktisch, da der Salat nur noch gewaschen und nicht erst aufwendig geschnitten und sortiert werden muss. Außerdem bekommt Ihr so eine schöne Auswahl an verschiedenen Salaten und die kleinen Blätter sind noch dazu oftmals knackiger und schmecken auch besser.
Pflücksalat lässt sich im Garten oder auf dem Balkon sehr gut selbst anbauen, so habt Ihr zur Saison immer frischen Salat zur Hand.
Typische Pflücksalatsorten sind zum Beispiel Lollo Bionda oder Rosso, sowie Batavia und Rucola, aber ebenso Spinat oder Mangold. Sehr gut im Salat machen sich auch die grünen Blätter der Roten Beete mit ihren rotgefärbten Stängeln und Adern.
Passend zu den kleinen Salatblättern verwenden wir entsprechend kleine Tomaten. Ihr könnt auch bunte Cocktailtomaten verwenden, wenn Ihr welche bekommt. Am leckersten sind die noch kleineren Kirschtomaten, die sind schön süß und knackig. Auch bei den Gurken greifen wir auf kleine Snackgurken zurück, sie passen von der Größe perfekt zum restlichen Salat und sehen noch dazu richtig gut aus. Minigurken haben ein intensives, süßes Gurkenaroma und müssen zum Verzehr nicht erst noch geschält werden.
Salat selbst anbauen
Alle Zutaten für unseren Beilagensalat lassen sich in den Sommermonaten ganz einfach im Garten oder sogar auf dem Balkon selbst anbauen. Ihr braucht dazu nicht viel Platz, ein sonniger Balkon oder ein kleiner Garten reicht vollkommen aus. Pflücksalate eignen sich besonders gut für den Anbau in Hochbeeten. Im Gegensatz zu normalen Salatköpfen wächst Pflücksalat in einzelnen Blättern, die Ihr nach Bedarf abzupfen könnt. Wenn Ihr dabei immer nur die äußeren Salatblätter erntet und die inneren stehen lasst, wächst der Salat über die ganze Saison kontinuierlich nach.
Auch Cocktailtomaten und Minigurken sind perfekt geeignet für den eigenen Anbau. Für den Balkon gibt es sogar spezielle Balkontomaten, bei denen die Pflanze niedrig bleibt und buschig wächst, gleichzeitig aber einen hohen Ertrag liefert. Im Frühjahr findet Ihr in den Gartencentern eine große Auswahl an verschiedenen Sorten und Setzlingen. Am besten zieht Ihr Euch verschiedenfarbige Cocktailtomaten, so habt Ihr immer eine schöne Farbvielfalt für Eure Salate parat. Es macht einfach Freude dem eigenen Salat beim Wachsen zuzusehen und selbst angebautes schmeckt noch dazu am besten.
Bei den Kochutensilien unten auf der Rezeptkarte findet Ihr Links zu einem guten Hochbeet für den Balkon, sowie Töpfe für Tomaten und Kräuter.
Wir starten mit dem Pflücksalat, indem wir den Salat in ein Küchensieb geben und unter kaltem Wasser gründlich waschen. Dann füllen wir den Salat in eine Salatschleuder um und schleudern ihn, bis er trocken ist. Die Cocktailtomaten waschen wir ebenfalls, schütteln sie trocken und halbieren sie anschließend.
Cocktailtomaten schneidet man am besten mit einem Messer mit Wellenschliff, damit rutscht Ihr nicht so leicht ab und verringert die Verletzungsgefahr.
Als nächstes waschen wir die Snackgurken und schrubben sie dabei mit der Gemüsebürste ein wenig ab. Dann ritzen wir die kleinen Gurken der Länge nach mit einer Gabel rundherum ein, damit die Gurkenscheiben später das Dressing besser in sich aufnehmen. Anschließend schneiden wir die Minigurken in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben. Danach geben wir alles in eine große Salatschüssel und mischen dann Salat schon einmal durch.
Im nächsten Schritt rösten wir unsere Walnusskerne ein wenig. Dazu erhitzen wir eine kleine Pfanne auf dem Herd und braten die Kerne dann bei niedriger Temperatur solange an, bis sie Farbe bekommen und zu duften beginnen. Dabei die Pfanne immer wieder schwenken, damit die Walnusskerne nicht anbrennen. Danach geben wir die Nüsse auf ein Küchenpapier in einen kleinen Teller und lassen sie abkühlen.
Wir rösten die Walnusskerne, damit die ätherischen Öle austreten und die Kerne so ihr volles Aroma entfalten.
Weiter geht es mit dem Dressing für unsere kleinen Salatteller. Wir bereiten ein klassisches Honig-Senf-Dressing mit französischem Dijon-Senf zu. Die Ursprünge dieser Kombination reichen bis ins vierte Jahrhundert nach Christus zurück. Zu dieser Zeit wird im antiken Rom das erste Mal eine Sauce aus Senfkörnern, Honig und Kräutern erwähnt. In der französischen Küche wurde die Kombi schließlich zusammen mit Essig und Öl zu dem beliebten Salatdressing weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Variationen, von leichter Vinaigrette bis hin zu cremigen Soßen.
Dijon-Senf
Dijon-Senf ist ein französischer Tafelsenf dessen Geschichte bis ins dreizehnte Jahrhundert zurückreicht. Der nach der Stadt Dijon in Frankreich benannte Senf wird, anstelle von Essig wie gewöhnlicher Senf, mit „Verjus“ hergestellt, dem Saft aus unreifen Weintrauben. Zusätzlich wird er ausschließlich aus geschälten Körnern des braunen oder schwarzen Senfs gewonnen. Dadurch erhält Dijon-Senf auch seine charakteristische, hellgelbe Farbe. Außerdem ist er, da die Schalen nicht mit verarbeitet werden auch deutlich feiner und schärfer als gewöhnlicher Tafelsenf.
In der französischen Küche wird Dijon-Senf aufgrund seiner hohen Qualität überwiegend für feine Dressings und edle Saucen verwendet. Den besten Dijon-Senf stellt seit 1747 die französische Firma „Maille“ nach Originalrezept her. Das Traditionsunternehmen hat seinen Firmensitz nach wie vor in Dijon.
Für unser Honig-Senf-Dressing schälen wir als erstes eine kleine Schalotte, die wir im Anschluss möglichst fein würfeln. Die Petersilie waschen wir und schütteln sie trocken, dann schneiden wir die Blätter mit einem Wiegemesser ebenfalls möglichst klein. Wer keine Petersilie mag kann alternativ auch andere mediterrane Kräuter wie zum Beispiel frischen Thymian oder Rosmarin verwenden, oder die Kräuter einfach komplett weglassen.
Wir geben zu unserem Dressing zusätzlich einen Spritzer Zitronensaft, damit es eine schöne mediterrane Frische bekommt.
Die Bio-Zitrone waschen wir heiß ab, reiben sie trocken und halbieren sie. Dann pressen wir mit einer Zitruspresse den Saft aus. Wenn Ihr die Zitrone vorher auf der Arbeitsfläche mit der Handfläche und leichtem Druck ein paar Mal hin und her rollt gibt die Zitrone beim Auspressen mehr Saft. Den schwarzen Pfeffer zerstoßen wir im Mörser ein wenig, so dass er noch schön griffig bleibt.
Jetzt geben wir zwölf Esslöffel natives Olivenöl extra vergine in ein verschließbares Einmachglas. Dazu dann vier Esslöffel von einem guten Aceto Balsamico und einen Schuss von unserem frisch ausgepressten Zitronensaft. Außerdem einen gehäuften Teelöffel Dijon-Senf und einen gestrichenen Esslöffel klaren Honig.
Besser als Rühren: In einem verschließbaren Einmachglas könnt Ihr Eure Mischung richtig kräftig schütteln und bekommt so ein schön cremiges Salatdressing.
Im Anschluss noch die Schalottenwürfel und einen gehäuften Esslöffel der gehackten Petersilie dazu, zuletzt den zerstoßenen schwarzen Pfeffer und eine gute Prise Meersalz. Dann verschließen wir das Einmachglas und schütteln es kräftig, solange bis Ihr ein sämiges Dressing bekommt.
Aceto Balsamico
Aceto Balsamico ist ein italienischer Essig aus der Region Modena oder der Provinz Reggio Emilia. Der dunkle Essig wird aus dem Most spätgelesener Trebbiano- oder Lambrusco-Trauben gewonnen. Für guten Aceto Balsamico zieht sich der aufwendige Herstellungsprozess über mehrere Jahre. Umso länger der Essig lagert, desto konzentrierter und dickflüssiger wird er. Die lange Lagerung in verschiedenen Holzfässern verleiht dem Essig seine charakteristische Farbe und seinen süßsauren Geschmack.
Aceto Balsamico Tradizionale di Modena muss mindestens zwölf Jahre lang reifen, erst nach 25 Jahren erhält der Essig die zusätzliche Auszeichnung „extra vecchio“. Umso länger der Essig reifen konnte, desto teurer ist er im Handel, 25 Jahre gereifter Aceto Balsamico kostet schnell mal um die einhundert Euro. Die Balsamico-Manufaktur von Guiseppe Giusti in Modena wurde 1605 gegründet und ist damit die älteste der Welt. Die Manufaktur unterscheidet ihren Aceto Balsamico anhand von Goldmedaillen auf dem Etikett, den bekannten „Medaglie d’Oro“. Dabei stehen drei Medaillen für zwölf Jahre gereiften Essig und fünf Medaillen für über zwanzig Jahre gereiften Aceto Balsamico.
Unten bei den Zutaten findet Ihr einen Link zum ausgezeichneten, zwölf Jahre gereiften Aceto Balsamico der Acetaia Guiseppe Giusti.
Danach zerkleinern wir nur noch die gerösteten Walnusskerne mit dem Messer ein wenig. Im Anschluss geben wir unser Honig-Senf-Dressing über den Salat und mischen mit einem Salatbesteck alles gut durch.
Dann verteilen wir den Salat auf kleine Salatschüsseln, bestreuen die Beilagensalate abschließend mit den Walnusskernen und lassen sie uns schmecken! 😋
Serviertipp
Der leckere Beilagensalat passt hervorragend zu Pastagerichten wie unseren köstlichen Pappardelle mit Salsiccia Ragù. Unbedingt probieren müsst Ihr auch unseren Sommersalat mit gegrillten Pfirsichen und cremigem Burrata!
Falls Ihr Fragen zum Rezept habt, oder Euren Eindruck mitteilen möchtet könnt Ihr das gerne über die Kommentarfunktion unten. Das Rezept bewerten könnt Ihr indem Ihr einfach auf die Sterne klickt. Wenn Ihr das Rezept ausprobiert habt und uns zeigen wollt, dann markiert uns bei instagram mit @xtrafoodienary. Wir freuen uns auf Eure Kreationen!

Knackiger Beilagensalat mit Honig-Senf-Dressing
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Zutaten
- 125 g gemischter Pflücksalat
- 250 g Cocktailtomaten
- 3 Minigurken
- 50 g Walnüsse geschält
- 1 Bio-Zitrone
- 1 kleine Schalotte
- 12 EL natives Olivenöl extra vergine
- 4 EL Aceto Balsamico
- 1 TL Dijon Senf
- 1 EL klarer Honig
- 1/4 Bund frische Petersilie
- 1/2 TL Meersalz
- 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
Kochutensilien
Nährwerte pro Portion
Zubereitung
- Den Pflücksalat in einem Küchensieb gründlich waschen und danach mit der Salatschleuder trockenschleudern.
- Die Cocktailtomaten ebenfalls kalt abwaschen und anschließend halbieren.
- Die Minigurken mit einer Gabel der Länge nach einritzen und dann in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden.
- Alles in eine große Salatschüssel geben und durchmischen.
- Die Walnusskerne in einer kleinen Pfanne bei niedriger Temperatur langsam rösten, bis sie zu duften beginnen. Die Pfanne dabei immer wieder schwenken, damit nichts anbrennt. Dann in einen Teller auf Küchenpapier geben und abkühlen lassen.
- Für das Dressing die Schalotte schälen und in möglichst feine Würfelchen schneiden.
- Die Petersilie kalt waschen, trocken schütteln und die Blätter dann mit dem Wiegemesser klein schneiden.
- Die Bio-Zitrone heiß abwaschen, trocken und im Anschluss unter leichtem Druck auf der Arbeitsfläche mit der Hand rollen, damit sie mehr Saft gibt. Danach halbieren und mit der Zitruspresse entsaften.
- Den schwarzen Pfeffer in einem Mörser leicht zerstampfen.
- 12 Esslöffel Olivenöl, 4 Esslöffel vom Aceto Balsamico, einen gehäuften Teelöffel Dijon Senf und einen gestrichenen Esslöffel klaren Honig in ein verschließbares Einmachglas geben.
- Den zerstoßenen Pfeffer und eine gute Prise Meersalz dazu. Zuletzt noch einen Schuss Zitronensaft und einen Esslöffel der gehackten Petersilie hinzufügen. Dann das Einmachglas verschließen und kräftig schütteln, bis Ihr ein schön sämiges Dressing bekommt.
- Das Dressing über die Salatmischung geben und mit einem Salatbesteck gut durchmischen. Anschließend auf die kleinen Salatschüsseln verteilen.
- Zuletzt die gerösteten Walnusskerne mit dem Messer ein wenig zerkleinern und über die Salate streuen.
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Kommentare
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Toller Salat. Das Dressing ist superlecker! 😋
Das freut mich! 😃
Das Dressing machts!!
Danke! 😊