Schnell gemachtes Fladenbrot mit Thymian
Dieses einfache Brot benötigt wenige Zutaten und kommt ganz ohne Hefe aus. Es wird nur kurz in der Pfanne gebacken.
Dieses einfache Brot kommt ganz ohne Hefe aus und wird nur kurz in der Pfanne gebacken.
„Unser Schnelles Fladenbrot mit Thymian müsst Ihr probieren. Mit nur wenigen Zutaten und ohne Verwendung von Hefe gelingt Euch mit diesem Rezept mühelos ein tolles Pfannenbrot. Perfekt zum Dippen in cremige Suppen oder als Beilage für leckere Currys.“
Der Ursprung dieses Rezeptes reicht zurück bis zu den Anfängen der Sesshaftwerdung der Menschheit vor mehr als 14.000 Jahren. Bereits in der Jungsteinzeit begannen die Menschen Getreide zu kultivieren um daraus zusammen mit Wasser einen einfachen Teig herzustellen und erste Fladenbrote zu backen.
Die Entwicklung hin zum modernen Menschen ist eng verbunden mit der Nutzbarmachung des Getreides und der Erfindung des Brotes.
Auch heute noch zählen diese einfachen Fladenbrote in vielen Teilen der Welt zu den Grundnahrungsmitteln. Die indische Küche ist kaum vorstellbar ohne seine leckeren, im Tandoori Ofen gebackenen Naan oder auch Roti Brote.
Unbedingt probieren solltet Ihr die leckeren Fladenbrote zusammen mit unserer asiatischen Kürbissuppe mit Erdnuss-Chili-Crunch! Die perfekte Kombination zum Aufwärmen an kalten Wintertagen.
Die Geschichte des Brotes
Die ältesten Hinweise auf Brot sind um die 14.500 Jahre alt und wurden in Jordanien gefunden. Für diese ersten Fladenbrote wurde wildes Getreide mit Steinen zermahlen und mit Wasser vermischt. Die daraus dann geformten Fladen wurden auf heißen Steinen zu Broten gebacken. Auch heute noch werden in vielen Kulturen auf ähnliche Weise Fladenbrote hergestellt. Vor 10.000 Jahren begannen die Menschen dann schließlich selbst gezielt Getreide anzubauen, um daraus Brot zu backen.
Die Ägypter entwickelten vor 6.000 Jahren erste Sauerteigbrote und bauten Bäckereien in denen bereits Brot in großer Menge hergestellt wurde, um ihren Staat zu unterhalten. Die Ägypter waren auch die ersten die Hefe verwendet haben, um luftigere Teige herzustellen. Bereits vor 4.000 Jahren kannte die ägyptische Kultur mehr als 30 verschiedene Brotsorten, weshalb sie in der antiken Welt auch gemeinhin als die „Brotesser“ bezeichnet wurden.
Als erstes wiegen wir das Mehl ab und geben es in eine große Rührschüssel. Wir verwenden Weizenmehl Typ 550, im Gegensatz zum Typ 405 ist dieses grobkörniger, enthält mehr Schalenanteile und ist deshalb auch etwas dunkler. Es nimmt Flüssigkeiten langsamer auf und enthält auch mehr Mineralstoffe. Der Teig wird etwas fester und griffiger, deshalb eignet sich das Typ 550 Mehl am besten für unsere Fladenbrote.
Typ 550 Weizenmehl enthält mehr Mineralstoffe als das häufig verwendete Typ 405 Mehl. Deshalb ist es auch etwas reichhaltiger und gesünder.
Damit der Teig etwas luftiger wird und besser aufgeht geben wir zusätzlich einen Teelöffel Backpulver dazu. Bei Backpulver handelt es sich um eine Mischung aus Natron, einem Säuerungsmittel und Stärke. In diesem Fall können wir Natron allein nicht als Treibmittel verwenden, da Natron immer eine zusätzliche saure Komponente, wie zum Beispiel Buttermilch oder Zitronensaft braucht, um aktiviert zu werden und CO2 freizusetzen.
Frischer Thymian verleiht den Fladenbroten eine leckere mediterrane Note. Alternativ könnt Ihr auch getrockneten Thymian verwenden.
Um unserem Fladenbrot noch etwas mehr Geschmack zu geben fügen wir frischen Thymian hinzu. Dazu waschen wir den Thymian kurz mit kaltem Wasser, schütteln ihn trocken und zupfen dann die Blätter von den Stängeln. Anschließend schneiden wir die Blätter klein und geben sie ebenfalls zur Mehlmischung. Dann noch einen guten Teelöffel Salz dazu und alles mit einem Kochlöffel durchrühren.
Mehl Typisierung
Um unterschiedliche Mehle kategorisieren zu können wurde 1992 eine DIN-Norm in Deutschland eingeführt, die verschiedene Mahlerzeugnisse in spezifische Typen einteilt. Die Typennummer entspricht dabei dem Mineralstoffgehalt in Milligramm, je 100 Gramm Mehl. Das hellste Mehl ist Typ 405, es enthält am wenigsten Mineralstoffe, nämlich 405 Milligramm auf 100 Gramm. Umso höher die Typenzahl, desto mehr Schalenanteile sind im Mehl und umso gehaltvoller und auch gesünder ist es. Für helle Brote wie Weißbrot verwendet man dementsprechend Mehle niedriger Type, für Schwarzbrote eher Mehl der Type 1050 oder höher.
Typisiert werden aber nur Weizen-, Roggen- und Dinkelmehle. Vollkornmehl wird nicht mit einer Type ausgezeichnet, da es nach Din Norm immer aus den gesamten Bestandteilen des Korns bestehen muss, nur die nichtessbaren Anteile werden ausgespart. Eine Besonderheit stellt das Mehl der Type 00 dar. Dieses italienische Weizenmehl ist noch feiner als der Typ 405, hat einen hohen Anteil an Gluten und ist deshalb besonders elastisch, was es zum idealen Mehl für frische Pasta und Pizzateig macht.
Im Anschluss geben wir 100 ml lauwarmes Wasser zur Mehlmischung und zusätzlich zwei bis drei Esslöffel Olivenöl. Das Olivenöl macht den Teig elastischer und sorgt dafür, dass er nicht zu klebrig wird. Dann vermischen wir die Zutaten in der Schüssel mit den Händen und kneten so lange bis ein schöner, geschmeidiger Teig entsteht. Zuletzt rollen wir ihn zu einer Kugel und lassen den Teig in der Rührschüssel für etwa 10 Minuten, abgedeckt ruhen, damit das Backpulver seine Wirkung entfalten kann und der Teig ein wenig aufgeht.
Nach den 10 Minuten Ruhezeit stellen wir schon einmal unsere gusseiserne Bratpfanne auf den Herd und heizen sie bei mittlerer Temperatur, ohne Öl hinzuzufügen vor. Wir benutzen eine gusseiserne Pfanne, da sie die Hitze am besten speichert und verteilt. So werden die Fladenbrote schön gleichmäßig gebacken und gebräunt. Alternativ könnt Ihr aber auch eine beschichtete Pfanne verwenden.
Pfannen aus Gusseisen sollten immer bei mittlerer Temperatur über mehrere Minuten langsam vorgeheizt werden.
Jetzt geben wir einen Spritzer Olivenöl auf unsere Arbeitsplatte, nehmen den Teig aus der Schüssel und kneten ihn auf der Platte noch einmal ein paar Minuten kräftig durch. Dazu gebt Ihr am besten auch etwas Olivenöl in die Hände, dann lässt sich der Teig besser bearbeiten und bleibt nicht an den Fingern kleben. Dann teilen wir den Teig mit einer Teigkarte in vier gleich große Portionen und rollen sie anschließend mit dem Teigroller zu runden, etwa fünf Millimeter dicken Fladen aus.
Da der Teig selbst schon Olivenöl enthält braucht Ihr zum Anbraten kein zusätzliches Öl in der Pfanne.
Den ersten Fladen geben wir dann gleich in die heiße Pfanne und lassen ihn backen. In der Zwischenzeit könnt Ihr schon den nächsten ausrollen. Wir lassen den Teigfladen so lange von einer Seite in der Pfanne anbraten, bis er sich leicht vom Pfannenboden hebt und erste braune Flecken bekommt. Dann drehen wir ihn mit dem Pfannenheber um und backen die andere Seite. Wenn das erste Brot dann schön goldbraun ist könnt Ihr es aus der Pfanne nehmen. Am besten gebt Ihr das fertige Fladenbrot auf einen Teller und stellt ihn bei 50 Grad in den Backofen, damit es warm bleibt. So machen wir weiter, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
Die Fladenbrote mit Thymian noch warm servieren und genießen! 😋
Die Brote schmecken am besten frisch, da sie schnell hart werden. Wenn ihr die Fladenbrote erst später essen möchtet, solltet Ihr sie in eine Frischhaltebox geben und im Kühlschrank aufbewahren, so bleiben sie etwas länger weich.
Serviertipp
Unsere schnellen Fladenbrote mit Thymian sind die ideale Beilage zum Eintunken in cremige Suppen, zum Beispiel zu einer leckeren asiatischen Kürbissuppe. Sie schmecken aber auch ausgezeichnet zu exotischen Currys oder Schmorgerichten wie unserem Ofen-Hokkaido mit Rucolasalat.
Falls Ihr Fragen zum Rezept habt, oder Euren Eindruck mitteilen möchtet könnt Ihr das gerne über die Kommentarfunktion unten. Das Rezept bewerten könnt Ihr indem Ihr einfach auf die Sterne klickt. Wenn Ihr das Rezept ausprobiert habt und uns zeigen wollt, dann markiert uns bei instagram mit @xtrafoodienary. Wir freuen uns auf Eure Kreationen!

Schnell gemachtes Fladenbrot mit Thymian
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Kochutensilien
- 1 Teigroller
- 1 Teigkarte
Nährwerte pro Portion
Zubereitung
- Das Mehl abwiegen und in eine große Rührschüssel geben.
- Einen Teelöffel Salz und einen Teelöffel Backpulver dazu, dann alles mit einem Kochlöffel gut durchrühren.
- Den Thymian kalt abwaschen und trocken schütteln. Dann die Blätter abzupfen und mit einem Küchenmesser kleinschneiden. Anschließend auch in die Rührschüssel geben und noch einmal mit dem Löffel durchrühren.
- Mit einem Messbecher 100 ml Wasser abmessen und zum Mehl gießen. Noch etwa 3 Esslöffel Olivenöl dazu und dann alles mit den Händen kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
- Den Teig im Anschluss abgedeckt 10 Minuten lang ruhen lassen.
- Einen Spritzer Olivenöl auf die Arbeitsplatte geben und einen Spritzer in die Handflächen. Dann den Teig noch einmal, auf der Arbeitsplatte, mit den Händen gut durchkneten.
- Die Pfanne auf dem Herd vorheizen.
- Mit der Teigkarte den Teig in 4 Portionen teilen und jeweils zu einer kleinen Kugel rollen.
- Dann mit dem Teigroller möglichst rund und etwa 5 Millimeter dick ausrollen.
- Den Teigfladen, ohne zusätzliches Öl in die heiße Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur von jeder Seite anbraten. Solange bis der Teig goldbraun ist und erste braune Flecken bekommt. Danach mit den restlichen Fladen genauso verfahren.
- Die Fladenbrote noch warm servieren und schmecken lassen!
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Kommentare
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Schön unkompliziert und richtig lecker! Mache ich ab jetzt öfter.
Danke liebe Sophia! Freut mich! 😊
Genial einfach und lecker!
Dankeschön! 😊