Argentinische Chimichurri Kräutersauce

Die traditionelle Asado Sauce aus Südamerika bringt frische Würze für den heimischen Grillabend.

Die traditionelle Asado Sauce bringt frische Würze für den heimischen Grillabend.

Chimichurri Kräutersauce mit Zutaten
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„Es muss nicht immer die fertige BBQ-Sauce aus dem Supermarkt sein. Diese argentinische Chimichurri Kräutersauce müsst Ihr probieren! Sie ist schnell gemacht und passt wunderbar zu Steaks und Grillgerichten.“

Die Herkunft der Chimichurri Sauce ist nicht eindeutig geklärt, wird aber in Argentinien vermutet. Inzwischen ist die Gewürzsauce in vielen Ländern in Südamerika weit verbreitet, in Argentinien und Uruguay gehört sie zu Grillgerichten einfach dazu. Auch in Brasilien stößt man immer häufiger auf die Grillsauce.

Der Ursprung von Chimichurri wird in Argentinien mit seiner Asado Kultur vermutet.

Typischerweise wird die Kräutersauce mit Rindfleisch Steaks serviert, sie harmoniert aber beispielsweise auch sehr gut mit gebratenem Lamm. Darüber hinaus schmeckt sie exzellent zu gegrilltem Gemüse oder Kartoffelgerichten, wie zum Beispiel unseren leckeren Smashed Potatoes. Aber auch auf Sandwiches oder Baguette mit gegrillten Rindfleisch-Streifen macht sie sich hervorragend.

Asado

Asado kommt aus dem Spanischen und heißt eigentlich „Braten“. In Südamerika versteht man unter Asado aber vor allem die großen Grillfeste, bei denen im Freien, an offenen Feuerstellen, zum Teil ganze Rinderhälften und diverse andere Fleischsorten gegart werden. Besonders in Argentinien, mit seinen Gauchos und der vorherrschenden Rinderzucht ist das Asado sehr beliebt. Bei einem traditionellen Asado darf natürlich die heimische Chimichurri Kräutersauce nicht fehlen.

Die Hauptzutat für ein klassisches Chimichurri ist Blattpetersilie, was die Gewürzsauce nicht nur ausgesprochen lecker, sondern auch noch gesund macht. Petersilie ist nämlich reich an den Vitaminen A, B und C, sowie den Mineralstoffen Kalzium und Eisen.

Am besten geeignet ist glatte Petersilie, die krause Variante findet eher als Dekoration Anwendung, vom Geschmack her besteht allerdings kein Unterschied.

Petersilie ist kalorienarm und reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Die Petersilie kann komplett verarbeitet werden, auch mit den Stängeln. Wichtig ist, dass Ihr sie möglichst klein schneidet, am besten eignet sich dazu ein Wiegemesser, zur Not geht aber auch ein normales Küchenmesser.

Weitere wichtige Kräuter für unsere Sauce sind Thymian und Oregano. Der Oregano kann am besten in trockener Form verarbeitet werden, für den Thymian, wenn verfügbar, gerne frischen verwenden, ansonsten geht natürlich auch getrockneter.

Beim Thymian werden nur die Blätter verwendet, diese lassen sich mit den Fingern ganz leicht abstreifen, die Stängel könnt Ihr wegwerfen. Die Thymian Blätter müsst Ihr nicht klein schneiden, sie können wunderbar im Ganzen verwendet werden. Die vorbereiteten Kräuter dann zusammen in eine mittelgroße Schüssel geben.

Argentinische Chimichurri Gewürzsauce mit Petersilie, Thymian und Chili

Als nächstes ziehen wie die Schalotte ab und schneiden sie ebenfalls, mit dem Küchenmesser möglichst klein. Ihr könnt an Stelle der Schalotte auch eine kleine rote Zwiebel verwenden. Schalotten sind jedoch milder und somit bekömmlicher. Die geschnittene Schalotte geben wir dann auch zu den Kräutern in die Schüssel.

Schalotten sind milder im Geschmack und ungekocht bekömmlicher als rote Zwiebeln.

Danach kommen die Knoblauchzehen dran. Ihr könnt die Menge je nach Geschmack variieren, zwei bis drei Zehen sollten es aber schon sein. Die Knoblauchzehen am besten mit der flachen Seite Eures Küchenmessers leicht andrücken, dann lassen sie sich besser schälen. Anschließend möglichst klein schneiden und zur Kräutermischung geben.

Weiter geht es mit der roten Chilischote. Ihr könnt getrocknete verwenden oder auch eine frische. Die frische Chili kurz waschen, dann halbieren, die Kerne entfernen und klein schneiden. Zum Chili schneiden zieht Ihr am besten Einweghandschuhe an, da gerade die Kerne sehr brennen können. Die fertig geschnittene Chili dann ebenso zu unserer Kräutermischung.

Frische Chilis haben eine leichte Süße und Zitronennote, während getrocknete in der Regel schärfer sind und je nach Sorte ein dezent holzig bis nussiges Aroma entfalten können.

Bei der Limette solltet Ihr möglichst zu einer Bio-Limette greifen. Wenn man bei Zitrusfrüchten die Schale verarbeiten möchte, empfiehlt es sich die ungespritzten, biologisch angebauten zu verwenden.

Die Limette trotzdem zuvor heiß abwaschen und dann mit der feinen Küchenraspel, je nach Geschmack etwas Zeste zu den Kräutern reiben. Die Limettenschale bringt eine leichte Säure sowie Frische ein und hebt unsere Gewürzsauce gleich noch mal auf ein anderes Level.

Argentinische Chimichurri Steaksauce mit Zutaten

Vor dem Auspressen rollt Ihr die Limette am Besten, mit der flachen Hand und leichtem Druck, dann wird sie saftiger und ergiebiger. Dann halbieren und mit der Zitruspresse entsaften. Den Limettensaft erst mal noch zur Seite stellen.

Die zweitwichtigste Zutat ist ein qualitativ hochwertiges Olivenöl. 

Jetzt kommen wir zur zweitwichtigsten Zutat bei unserer Gewürzsauce, dem Olivenöl. Wie bei einem Pesto spielt auch bei Chimichurri das Öl eine entscheidende Rolle. Deshalb solltet Ihr hier nicht sparen und ein gutes „Natives Olivenöl Extra“ mit niedrigem Säuregehalt verwenden. Das Öl macht den Geschmack und mit dem Olivenöl steht und fällt Eure Grillsauce.

Woran erkennt man ein gutes Olivenöl?

Ein gutes Olivenöl riecht fruchtig und intensiv, bei einem modrigen oder Essig ähnlichem Geruch Finger weg. Der Geschmack sollte fruchtig, mit leicht bitterer Schärfe sein. Das beste Öl ist das mit dem Prädikat „extra vergine“ und der Säuregehalt sollte möglichst niedrig sein, idealerweise unter 0,8%. Zu guter Letzt erkennt man ein gutes Olivenöl leider auch am Preis, deshalb hier besser nicht sparen.

Wir gießen so viel Olivenöl über unsere Kräutermischung, bis alles gut bedeckt ist. Danach geben wir den Limettensaft dazu. In einem traditionellen Chimichurri wird eigentlich Rotweinessig verwendet, könnt Ihr natürlich auch ausprobieren. In diesem Rezept haben wir den Essig aber gegen Limettensaft getauscht, was der Gewürzsauce eine schöne Frische gibt. Dann könnt Ihr die Mischung mit einem Löffel schon mal gut durchrühren.

Zum Schluss mahlen wir uns im Mörser noch eine Salz-Pfeffer-Mischung aus den schwarzen Pfefferkörnern und dem groben Salz und schmecken damit unsere Grillsauce ab. Am besten verwendet Ihr Steinsalz, Meersalz ist zum Mörsern nicht so gut geeignet, da es zu feucht ist. Das Salz und den Pfeffer nur leicht zerstoßen,  damit noch eine gewisse Griffigkeit und Struktur erhalten bleibt.

Chimichurri Steaksauce Detailaufnahme

Abschließend rühren wir unser Chimichurri noch einmal gut durch und füllen die Mischung dann in ein Einmachglas mit Deckel um. Dann verschließen wir das Glas und lassen die Gewürzsauce mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen, damit sie Ihr ganzes Aroma entfalten kann. Ihr könnt die Sauce auch länger ziehen lassen, umso besser wird sie. Wichtig ist, dass wirklich die ganze Kräutermischung mit Öl bedeckt ist, dann hält sich das Chimichurri bis zu zwei Wochen im Kühlschrank.

Serviertipp

Hervorragend passt die Chimichurri Sauce zu Rindersteaks, wie zum Beispiel unserem fantastischem Rumpsteak. Ihr solltet sie aber auf jeden Fall auch mal mit gebratenen Kartoffeln oder Grillgemüse probieren. Sehr gut macht sie sich auch auf Sandwiches oder belegtem Baguette. Auch allgemein zum Marinieren von Grillfleisch kann sie gut verwendet werden. Wichtig ist, dass Ihr die Sauce etwa 20 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmt, am besten schmeckt Chimichurri nämlich in Zimmertemperatur.

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Chimichurri Kräutersauce mit Zutaten

Argentinische Chimichurri Kräutersauce

5 von 1 Bewertung
Die traditionelle Asado Gewürzsauce aus Südamerika mit verschiedenen Kräutern, Knoblauch und Chili ist schnell gemacht. Sie bringt Abwechslung und frische Würze für das heimische BBQ. Die perfekte Beilage zu gegrillten Fleischgerichten, aber auch sehr lecker zu Grillgemüse oder Kartoffeln.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 5 Minuten
Ruhezeit 1 day
Gesamtzeit 20 Minuten
Portionen: 5
Küche: Argentinisch
Gericht: Beilage
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Zutaten
  

  • 1 Bund Petersilie
  • 1 EL Thymian frisch oder getrocknet
  • 1 EL Oregano getrocknet
  • 1 Schalotte
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Limette
  • 1 kleine rote Chili
  • 100 ml natives Olivenöl
  • 1 TL grobes Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer

Kochutensilien

Nährwerte pro Portion

Portion: 50 gKalorien: 197 kcalKohlenhydrate: 5.3 gEiweiß: 1.3 gFett: 18.7 g

Zubereitung
 

  1. Die Petersilie kurz waschen, trocken schütteln und dann mit dem Wiegemesser oder Kochmesser klein schneiden.
  2. Die Thymianblätter mit den Fingern abstreifen und zur Petersilie in eine Schüssel geben.
  3. Einen Esslöffel getrockneten Oregano dazu.
  4. Die Schalotte häuten, klein schneiden und unter die Kräuter mischen.
  5. Die Knoblauchzehen schälen, klein hacken und auch dazugeben.
  6. Die Chili halbieren und die Kerne entfernen, anschließend ebenfalls klein schneiden und unter die Kräuter mischen.
  7. Die Limette heiß abwaschen und ein wenig von der Limettenschale in die Schüssel raspeln.
  8. Dann die Limette mit einer Zitruspresse auspressen.
  9. Olivenöl über die Kräutermischung gießen, bis sie komplett bedeckt ist.
  10. Im Mörser die Pfefferkörner und das Salz leicht mahlen.
  11. Die Kräutermischung mit einem Löffel gut durchrühren und mit dem Limettensaft, sowie Salz und Pfeffer abschmecken.
  12. Zum Schluss in ein Einmachglas umfüllen, verschließen und im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen.

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5 von 1 Bewertung

Schwierigkeitsgrad

Einfach
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 5 Minuten
Gesamtzeit 20 Minuten

Küche: Argentinisch

Gericht: Beilage

Portionen: 5

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2 Kommentare

  1. 5 Sterne
    Lecker!

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